Bioplastik Teil 2 – nicht immer abbaubar

Hallo meine Lieben,

ich habe euch ja versprochen, noch weitere Biokunststoffarten zu erläutern. Diesmal handelt es sich auch um eine Arte, auf die ich selber ohne Recherchen nie gekommen wäre.

Biokunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen + nicht abbaubar

Jetzt fragen sich wahrscheinlich einige, was daran Bio sein soll, wenn man diesen Kunststoff nicht biologisch abbauen kann. Die eigentliche Definition von Biokunststoff ist ja, dass des entweder aus nachwachsenden Rohstoffen beinhalten muss, sich biologisch abbauen lässt oder beides.

Ein Beispiel für Biokunststoffe, die nicht abbaubar sind:

  • naturfaserverstärkte Kunststoffe (Kunststoffe, die mit Naturfasern verstärkt werden)

Die Fasern werden unter anderen aus Flachs, Hanf, Jute und Kenaf gewonnen. Diese vier sind Bastfaserpflanzen. Besonders an ihnen ist, dass sie außen an ihren Stängeln Bastfasern produzieren, damit der dünne Stängel bei Wind nicht abbricht. Die daraus hergestellten Kunststoffe sind fester, aber gleichzeitig auch leicht, sodass sie in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Besonders setzt man sie für Türinnenverkleidung ein. Dabei ist gesichert, dass der Kunststoff bei Unfällen nicht splittert und zudem dämmt der naturfaserverstärkte Kunststoff auch den Schall.

Vorteile: Der CO2-Ausstoß ist bei der Herstellung im Vergleich zu anderen Kunststoffen gering. Für die Autoindustrie ist besonders wichtig die hohe Stabilität, das geringe Gewicht und der günstige Preis. Außerdem können die Naturfasern ohne Rückstände und fast ohne weiteren CO2-Ausstoß verbrannt werden.

Nachteile: Es gilt wie immer: nothing is perfekt. Es stellt sich ja immer die Frage, was passiert mit dem naturfaserverstärkten Kunststoff, wenn das Auto nicht mehr benutzt wird. Die Naturfasern kann man verbrennen, aber wir müssen in Hinterkopf behalten, dass die Naturfasern den Kunststoff aus Erdöl nur verstärken. Das heißt, dass immer noch fossile Rohstoffe verwendet werden und somit nicht biologisch abbaubar ist.

Kommentar von mir: Meiner Meinung bringt Biokunststoff nichts, wenn man ihn nicht biologisch abbauen kann. Aus der Perspektive eines Autoherstellers käme bestimmt die Ansicht: Dieser naturfaserverstärkte Kunststoff ist aber praktisch für unsere Autos. Und dabei hat er ja nicht ganz unrecht. Je nachdem, aus welcher Sicht wir das betrachten, kann dieser Kunststoff als positiv oder negativ eingestuft werden. Aber ich rate euch, wenn ihr schon Biokunststoff verwendet, dann bitte auch einen, der abbaubar ist.

Wer genau gelesen hat der weiß, welche dritte Biokunststoffart noch aussteht. Nein? Dann lest noch einmal den Anfang. Wenn nicht auch egal, der nächste Blogbeitrag verrät das ja.

Bis zum nächsten Mal!

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2 Kommentare zu „Bioplastik Teil 2 – nicht immer abbaubar

  1. Ich bin auch deiner Meinung, dass Biokunststoff, der biologisch abbaubar ist, besser ist. Ich finde ja, dass dies so ziemlich der ganze Sinn hinter Biokunststoff ist – Kunststoff, den man später auf den Kompost werfen kann.
    Ich rate mal, dass die dritte Art ist, dass der Biokunststoff zwar abbaubar ist, aber nicht aus nachwachsenden Rohstoffen ist, oder?

    Gefällt 1 Person

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